Blicken wir mal auf die 2600-jährige Geschichte der Stadt, die sich unter der Schirmherrschaft der Griechen und Portugiesen abspielte. Die altertümliche Massilia behielt über Jahrunderte hinweg ihre Identität, auf die sich eine rare Mischung aus Kultur und Aufstandsgeist vereinen.
Marseille ist eine riesige Stadt von einer Fläche von 240 km2 - sie ist doppelt so gross wie Paris. Sie setzt sich aus 111 Dörfern, die sich im Laufe der Zeit vereinten, zusammen. Gegenwärtig bilden sie viele zeitgenössische Stadtviertel.
Es ist nicht leichtm, alle Geheimnise Marseilles zu entlocken: diese Aufgabe bedarf viel Zeit. Wenn man sie nicht mit sich hat, kann man die Museen besuchen, sich historische Denkmäler ansehen, man bedenke aber, dass der wahre Zauber Marseilles in den die Stadt bewohnenden Menschen, in den charakteristichen Gerüchen und der Ausnahme-Lage zwischen dem Meer und den Bergen liegt.
Der beste Ort, ab den es sich lohnt, die Besichtigung zu beginnen, ist Le Panier (oder „Basket”). Das ist der älteste Bezirk Marseilles, der sich dynamisch entwickelte, bis zum Weltkreig II. Den gerade in Le Panier kann man den Anmut schmaler Gassen und schöner Plätze kennenlernen: Place de Moulins, du Refuses oder des Pistoles.
Auf dem Platz des Pistoles, ist Le Vielle Charite sehenswert: früher war hier ein Hospiz, später wandelte man es in ein kulturelles Zentrum um. Hier kann man die Sammlung der afrikanichen Kunst bewundern, die des Pazifiks, der Indianer, ebenso die altertümlichen ägyptischen historischen Denkmäler aus dem Archeologiemuseum. Bewundernswert ist die das Gebäude krönende Kuppel: ihre perfekte ovale Gestalt ist das einzige Barokkdenkmal in Marseille. In der Nähe von „Basket” befindet sich der Dom de la Major im römisch-byzantinischen Stil erbaut, der den Ort von der Hafenbebauung unterscheidet.
In der Nähe von Endoume, zwischen Le Pharo und Notre-Dame-de-la-Garde, befindet sich St Victor´s Abbay - das älteste Gebäude in der Stadt, von der ein phantastischer Ausblick auf den Hafen ausgeht. Von hier aus kann man das an beiden Seiten des Hafen Vieux („alter Hafen”) zur Zeit Ludwigs XIV erbaute Aussenwerk des Heiligen Johannes und des Heiligen Nikolaus sehen.
In Marseille kann man viele interessante Orte finden: den zur Zeit Napoleons III erbauten Palast Longchamps, sowie den sich auf ihm befindenen zur Ehre der Quellen erbauten Springbrunnen; er bildet den letzten Teil des Kanals, der dank ihm das Wasser des Flusses Durance in die Stadt fliessen lässt. Der Palast du Pharo lockt mit seinem herrlichen Aussichten, unter anderem auf den Hafen Le Vieux, das Schloss If und die Insel Frioul, die man gleichwohl sehen kann. Auf die Insel gelangt man mit der Fähre, die vom Hafen ablegt. Gegenüber dem Hafen endet die bekannteste Allee Marseilles: La Canabiere. Wenn man die Allee runtergeht, findet man das Zentrum Bourse (guten Einkauf), das Museum der Geschichte und Le jardin des vestiges. Man kann Marseille nicht verlassen ohne Notre-Dame-de-le-Garde gesehen zu haben. Der Schutzheilige der Matrosen, der sich auf einem neobyzantinischen vom örtlichen Architekten Esperandieu erbauten Monument befindet, sieht hier aus 10 m Höhe herunter. An den Tagen der Fussballspiele zünden viele Menschen, für die örtliche Mannschaft L´Olympique de Marseille, Kerzen an.
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